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Langewiesche-Brandt Ebenhausen bei München |
Langewiesche-Brandt Verlag, 82067 Ebenhausen bei München
Tel. +49-8178-4857, Fax +49-8178-7388
Der Verlag Langewiesche-Brandt versabschiedet sich.
Im ersten Halbjahr 2010 sind unsere drei letzten neuen Bücher erschienen:
Sophia de Mello Breyner Andresen: Poemas - Gedichte
Jochen Missfeldt: Mein Meeresgrund; Gedichte
Albert von Schirnding: Vorläufige Ankunft; Roman
und zwei Neuauflagen:
E.E. Cummings: like a perhaps hand; Gedichte
Robert Frost: Promises to keep; Gedichte.
Zur Mitte des Jahres übernimmt der Verlag C.H. Beck den Großteils unseres Programms. Auf unserer Website geben wir bei jedem Titel an, ob er von C.H. Beck übernommen ist - mit der Beck'schen neuen ISBN und dem Beck'schen Ladenpreis -
- oder ob das Buch, da nicht von Beck übernommen, noch bei uns lieferbar ist. Für die bei uns verbliebenen Bücher behalten wir die Ladenpreisbindung bis zum Ende dieses Jahres bei. So lange stehen diese Titel auch im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB). Danach sind sie nur noch über unsere Website auffindbar. Die Ladenpreisbindung für diese Bücher wird am Jahresende aufgehoben. Wir geben dann nur noch Preisempfehlungen.
Der Gedichtekalender Zilpzalp für das Jahr 2011 erscheint in Herbst dieses Jahres übergangsweise noch einmal bei uns. Er ist über die Website und über das VLB auffindbar. Der Ladenpreis 10 Euro ist der gleiche wie in den vorausgegangenen Jahren.
Aus chronistischen Gründen behalten wir noch eine Weile die folgenden Passagen auf unserer Website, die durch das eben dargestellte Geschehen weitgehend überholt sind.
Liebe Leser,
«Das wolln wir doch mal sehn» - diesen Satz haben wir gelegentlich als unseren Werbe-Slogan gebraucht. Er sollte eine gewisse Querköpfigkeit signalisieren: Wir tun in unserem Verlag etwas, wovon alle Welt sagt, dass es unmöglich sei, nämlich: Bücher von einigem Niveau zu machen und unter die Leute zu bringen, ohne - daneben oder «dafür» - Bücher oder sonstwas zu machen, dessentwegen man sich eigentlich geniert.
Andere Slogans waren:
Langewiesche-Brandt, einer von den interessanten kleinen Verlagen
oder
Langewiesche-Brandt - spezialisiert auf Außerordentliches
oder
Langewiesche-Brandt - klein aber klasse
Die Devise des Verlagsgründers Wilhelm Langewiesche lautete «Wachen und Wecken». Diese Formel war, mit dem Bild eines antiken Öllämpchens, für fünfzig Jahre das Signet des Verlages. Dem Enkel war es zu anspruchsvoll. Zwar hat er sich (etwa) das gleiche vorgenommen, aber die deutsche Geschichte zwischen 1906 und 1956 hat es mit sich gebracht, dass man große Worte selbst dann nicht mehr hören kann, wenn sie ehrlich gesagt sind.
Wir brauchen uns zum Glück von unseren gehabten Slogans nicht zu distanzieren. Wir lächeln nur, ein bisschen, wenn wir sie im Abstand von ein paar Jahren anschauen.
Inzwischen gibt es das Medium Internet. Da bedarf es keiner Slogans mehr, denn der mündige (oder auch der heranwachsende) Surfer kann sich seine Eindrücke selber zusammensuchen, nicht nur seine Informationen.
Oder - eigentlich passt der Slogan zu Beginn dieses Textes in einem neuen Sinn ganz gut fürs Internet und für Surfer, nämlich:
Das wolln wir doch mal sehn. Also: Anklicken!
Die Ausgaben des Verlages sind teils Neu-Entdeckungen; teils Wieder-Entdeckungen.
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Wer sich für den Verlag «als solchen» interessiert, findet einiges in folgenden zwei Publikationen.
Langewiesche-Brandt, Bibliographie 1954-1989. Beiträge von Sarah Kirsch, Robert Leicht, Richard Leising, Jochen Missfeldt, Andreas Nohl, Albert von Schirnding, Ina Seeberg. 160 Seiten. 9 Euro. ISBN 978-3-7846-1990-3
Langewiesche-Brandt: Zur Geschichte des Verlages. Eine die hundert Jahre von 1906 bis 2006 kurz zusammenfassende Darstellung von Kristian Wachinger. (Dieses Heft wird auf Wunsch gratis zugesandt.)
Bitte beachten Sie unser Impressum. Wenn Ihnen Unvollkommenheiten an unserer homepage auffallen: wir freuen uns über Ihre Wünsche und Ihre Kritik, per Post, per Fax oder
28.06.2010